Lebensgemeinschaft

Das österreichische Recht sieht in der Lebensgemeinschaft eine eheähnliche Gemeinschaft, welche auf Dauer angelegt ist. Eheähnlich bedeutet, dass es sich um eine Wohn-, Wirtschafts- und Geschlechtsgemeinschaft von zwei Personen verschiedenen Geschlechts handelt.

Lebensgemeinschaften haben kaum gesetzliche Absicherungen – deshalb gibt es die eingeschränkte Möglichkeit der Partnerschaftsverträge, in denen vermögensrechtliche und unterhaltsrechtliche Aspekte geregelt werden können. Dies ist dann wesentlich, wenn z.B. gemeinsam ein Haus gebaut oder eine Wohnung gekauft wird, aber auch dann, wenn beispielsweise die Frau wegen der Erziehung gemeinsamer Kinder ihre Erwerbstätigkeit aufgibt oder reduziert.

Ohne eine solche Vereinbarung hat die haushaltsführende Partnerin oder der haushaltsführende Partner (meist jedoch die Frau!)

  • gegen die Lebensgefährtin oder den Lebensgefährten keinen Unterhalts-anspruch für sich selbst
  • keinen Anspruch auf Witwen-/Witwerpension
  • keine erbrechtlichen Ansprüche.

Regelungen für die Lebensgemeinschaft gibt es im Sozialversicherungsrecht, Mietrecht, Wohnungseigentumsgesetz und diversen anderen gesetzlichen Bestimmungen.

Für nähere Auskünfte zur Lebensgemeinschaft stehen Ihnen unsere juristischen Mitarbeiterinnen in einem persönlichen Beratungsgespräch gerne zur Verfügung.