Stalking/Beharrliche Verfolgung

Unter Stalking (Psychoterror) fallen folgende Handlungen:

  • Telefonterror; der Täter ruft zu den unmöglichsten Zeiten im Büro oder Zuhause an
  • Verleumdungen und Beleidigungen
  • bedrohliche Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, per Sms oder E-Mail
  • Auflauern des Opfers vor dem Büro, Zuhause, beim Spaziergang oder Hobby
  • Verfolgen und Hinterherfahren
  • Kontaktaufnahme über Dritte
  • Liebesbriefe und Geschenke werden zugesandt
  • an der Haustür und/oder am Auto werden Nachrichten hinterlassen
  • Drohungen
  • Sachbeschädigungen – Einbruch in die Wohnung
  • Waren und Zeitschriften werden auf den Namen des Opfers bestellt
  • Herabwürdigung der Person im persönlichen und beruflichen Umfeld

Von Stalking spricht man erst, wenn die Belästigung einer Person über längere Zeit anhält oder sich noch steigert und deren physische und psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht ist. Die Opfer leiden häufig unter Depressionen, Stress, Angst, Panikattacken, Konzentrationsproblemen, Albträumen und auch unter psychosomatischen Beschwerden wie Schlafstörungen, Herz-Kreislauf- und Magenproblemen.

In der Mehrzahl sind die TäterInnen männlich. Ziel der TäterInnen ist es, z.B. eine Beziehung aufzunehmen, einen Beziehungsabbruch rückgängig zu machen oder sich für Kränkungen zu rächen.

Wie können Sie sich als Betroffene schützen?

  • Vertrauen Sie sich ihrem sozialen Umfeld an, das stärkt Sie und schwächt den Täter.
  • Teilen Sie dem Stalker einmalig ausdrücklich mit, dass Sie keinen Kontakt wünschen. Sie können dies schriftlich per Einschreiben oder vor Zeugen tun. Danach ist es sehr wichtig nicht mehr auf E-Mails, SMS und andere Kontaktversuche einzugehen. Ignorieren Sie den Stalker konsequent!
  • Um sich vor den ständigen Telefonanrufen zu schützen, ändern Sie Ihre Telefonnummer und informieren Sie sich über die technischen Schutzmöglichkeiten Ihres Telefonbetreibers!
  • Notieren Sie sich jeden einzelnen Schritt des Stalkers und sichern Sie Beweise, wie Briefe und SMS. Sie benötigen diese Beweise für ein mögliches straf- bzw. zivilrechtliches Verfahren.
  • Werden Sie mit dem Auto verfolgt, fahren Sie direkt zur nächsten Polizeidienststelle.
  • In konkreten Bedrohungssituationen wählen Sie unbedingt den Polizeinotruf 133.
  • Nützen Sie die Möglichkeit einer Beratung bei spezialisierten Einrichtungen.

Mögliche rechtliche Schritte?

  • Strafanzeige
  • Einstweilige Verfügung
  • Unterlassungsklage